Was wir von den Römern lernen können

„Only five minutes …“ Und dann haben wir doch 20 Minuten auf unser Essen gewartet. In Italien kann es schon mal länger dauern.

Oder die Ansage zum Bus … „Bitte richten sie sich nicht nach den Schildern an der Haltestelle, der Bus kommt zwischen 6Uhr und 0 Uhr eigentlich immer. Warten Sie einfach ab.“
Für einen Deutschen sind solche Aussagen gar nicht so einfach. Sind wir doch bekannt für unsere Pünktlichkeit und unsere exakten Angaben – die meisten von uns zumindest.
Was uns am Anfang noch einen Strich durch unsere Planung gemacht hat – immerhin hatten wir ein Programm zu bewältigen und Ziele zu erreichen – schenkte mir am Ende dann doch eine gewisse Einsicht.

Programme und Ziele

Wir hatten 4 Tage Zeit, um das Meer, den Strand, Rom und den eigentlichen Grund unserer Reise – Fahrradfahren – unter einen Hut zu bekommen. Und genau deshalb macht man sich einen Plan, überlegt sich, wie man die Zeit effizient nutzt, wie man sich von einem Ort zum anderen möglichst sinnvoll bewegt usw.

Ich halte planvolles Arbeiten immer noch für einen sehr guten Weg. Die Frage ist nur: Wer diktiert uns unsere Pläne? Nicht selten erlebe ich Menschen, die sich Ziele setzen und Pläne schmieden und dabei zum Sklaven ihrer selbst gewählten Methoden werden.
Was passiert denn, wenn ein Plan nicht umsetzbar ist? Wenn sich etwas anderes ergibt? Wenn wir umdenken müssen?
Häufig reagieren wir darauf mit emotionalem Stress, mit Überforderung oder Aggression. Warum eigentlich?

Auf dem Rückweg unserer Reise, nach 10h Autofahrt, dachte ich melancholisch an die Urlaubstage zurück. Schade, dass sie vorbei sind, der Alltag wartet schon. Im gleichen Moment schoss mir ein Gedanke durch den Kopf, der schon fast absurd klang.
Warum kann nicht jeder Tag ein wenig Urlaub sein? Wer gibt uns denn vor, dass Alltag hektisch, unangenehm und anstrengend sein muss, während Urlaub entspannt, fröhlich und frei abläuft?

Die Italiener, die ich bisher kennengelernt habe, kennen eine Lebensenergie, die von meiner oft weit entfernt liegt. Und trotzdem gehen sie Vieles entspannter an. Öffnet das Lokal nun 7Uhr oder 7:10Uhr? Kommt der Bus 9:30Uhr oder erst 9:45Uhr? Sogar die Autohupen sind irgendwie leiser und weniger aggressiv in Italien. Jeder benutzt sie. Aber nicht, um sich Luft zu machen, sondern nur um zu sagen „Achtung, ich überhole jetzt, pass bitte auf …“

Ob Italiener nun die entspannteren Menschen sind, weiß ich nicht. Da fehlen mir noch die empirischen Daten. Verstanden habe ich allerdings, dass mein Alltag nicht mit Stress und Hektik einhergehen muss. Die Welt dreht sich sogar dann weiter, wenn ich nicht alles sofort erreiche, sondern einen Tag später. Nicht Alles im Leben kann ich kontrollieren. Die Entscheidung, wie „stressend“ etwas in mein Leben hinein wirkt, wird in meinem Kopf entschieden. Dort kann ich dann aber auch die entgegengesetzte Entscheidung treffen.
Personal Coaching ist eine Möglichkeit, wie ich Ihnen dabei helfen kann diese Entscheidungen zu Ihrer Zufriedenheit zu treffen. Umdenken und Umlernen funktionieren gemeinsam oft besser, als allein.
Was wäre so falsch daran, wenn Sie jeden Tag so genießen könnten, wie ihren letzten Urlaub?

In diesem Sinne: Don’t panic! Life could be good!

 

 

 

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  1. […] Zeitabschnittes muss aus einer mir bisher verborgenen Familienlinie kommen, die ihren Ursprung in Italien oder Spanien hat. Ich bin alles andere als ein exakter und wohlstrukturierter Mensch. Aber das Gute […]

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