Digitale Schulwelt – ein Selbstversuch in 4 Akten

Seitdem ich ein iPad mein Eigen nenne, träume ich davon, dass ich es dafür nutze, um sämtliche Inhalte der Stunde an die Wand zu projizieren – und zwar ohne, dass ich vor den Schülern stehen muss. Viel lieber würde ich im Zimmer umher gehen wollen, zwischen den Schülern arbeiten, von hinten beobachten, bei einzelnen Kindern verweilen und von überall aus „An die Tafel schreiben können!“

Seit einigen Jahren schon nutze ich das iPad als Lösung für meine Unterrichtsplanung. Die App Notebility hat mir dort stets treue Dienste erwiesen. Alle Arbeitsblätter, eigene Texte und was sonst noch wichtig ist, lege ich dort ab. Mittlerweile nutze ich auch den Dateimanager des iPads und dessen Ordnerstruktur.

Im Prinzip verläuft meine momentane digitale Evolution im Unterricht nach folgendem Verlauf:

1. Die richtige Hardware finden und einsetzen

2. Die passenden Apps auswählen und zum Leben erwecken

3. Mich vom Kabel lösen

4. Die nächste Generation austesten.

Teil 1: Die richtige Hardware finden

Seit der Apple Pencil auf dem Markt ist, wollte ich unbedingt einen neuen Schritt gehen – die Tafel durch das iPad ersetzen – das war mein erklärtes Ziel.

Ich schloss also einen etwas in die Jahre gekommenen Beamer, den ich recht günstig erworben habe, über VGA Kabel und Adapter an das iPad an und siehe da… die Inhalte wurden an die Wand geworfen.

Nun gab es allerdings eine weitere Herausforderung. Der Beamer musste im Klassenzimmer immer so aufgestellt werden, dass das Bild mittig über der eigentlichen Tafel erstrahlt. Letzteres gleicht in neuen Klassenräumen einer kleinen Schatzsuche, aber bisher hat sich immer eine Lösung gefunden. Meist dient der Overheadprojektor mit seinem Wagen als Unterbau. Ab und an ein freier Tisch oder ein kleines Regal. Ich hatte mich damals auch mit dem Gedanken getragen einen Kurzdistanzbeamer anzuschaffen und diesen auf den Lehrertisch zu stellen. Verworfen habe ich das allerdings, da das Bild dann stets auf der linken Seite des Raums projiziert worden wäre und dadurch von der Wandreihe schwer zu lesen war.

Alles in allem funktionierte die erdachte Hardware. Ein erster Erfolg. Leider immer noch kabelabhängig. Vor dem Unterrichtsbeginn musste der Beamer aufgebaut, Strom und Monitorverbindung hergestellt werden und letzten Endes konnte man sich zumindest mit dem iPad nur wenig vom Lehrertisch wegbewegen. Aber immerhin. Rom wurde ja bekanntlich auch nicht an einem Tag erbaut.

Der Apple Pencil dagegen erwies sich als ausgesprochenes Wunderwerkzeug. Mit ihm schreibt man detailliert, durchaus ordentlich und kann sehr filigrane Zeichnungen anfertigen. Er hat mich von Anfang an überzeugt. Ein Anfang war gemacht.

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